Geronimo! Willkommen.

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NIEMAND HÄTTE GEDACHT, DASS DIE TARDIS NICHT MEHR FLIEGEN WOLLTE. Aber durch die Risse in der Zeit, die sich wohl durch das gesamte Universum ziehen, scheint es kaum möglich zu sein einen sicheren Flug zu wagen. Die Lage scheint aussichtlos. Ist man wirklich gezwungen dabei zu zusehen, wie alles in völligem Chaos versinkt? DW // 16+ // 1500 Zeichen



TENNIE
EVA
YOU?
YOU?
YOU?
YOU?

INTERGALAKTISCHES WETTER

DATUM & SPIELZEIT PHASE 1




Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.

STARKER KOMETENHAGEL! Wer heute unterwegs ist, also genau heute!, der wird unter Umständen sein blaues Wunder erleben, wenn er den Orion-Gürtel passiert. Hier kreuzen gewaltige Kometen Raumschiffe und andere Flugobjekte!




Frühling.
Datum & Jahr:
2015
nach irdischen Maßstäben.
Freie Zeiteinteilung bei Zeitreisen.
Und auf anderen Planeten / in anderen Galaxien.
- - - - - - - - - - - - - - - -
Alle Angaben richten sich nur an die Einstiegsphase.

The Doctor is Calling [Mini-Plot]

The Game is on [Main-Plot]

EREIGNIS THE DOCTOR IS CALLING
NOTRUF Der zwölfte Doctor steckt in Schwierigkeiten! Jeder andere TimeLord oder Mitspieler ist eingeladen, ans Telefon zu gehen wenn es klingelt, oder die Koordinaten zu downloaden, die mit dem Signal übertragen werden.

PHASE 1 | ZUR SZENE
YOU SURE, YOU CAN SAVE THE ONE, YOU LOVE THE MOST?
» Wenn das Universum kollabiert, Clara, wenn alle Welten untergehen und im Nichts verschwinden…", er schenkte ihr ein liebloses Lächeln: "dann bleibt von uns weniger als Sternenstaub. «

» HIER GEHT'S ZUM MAINPLOT«

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Sowas wie Aliens gibt es doch gar nicht
#1


Sowas wie Aliens gibt es doch gar nicht

&& Ivory Lacroix, Dhana Miller
&& 2014 && Avebury, Südengland, Erde

*We may be different, but we have a pretty important thing in common, don't you think?*

Dhana hasste den verdammten Winter. Blöder Erdenwinter. Wenn sie sich wenigstens ein Ticket runter in den Dschungel leisten könnte, dann könnte sie zumindest ein paar Monate in der Wärme verbringen. Aber als Zirkusartistin verdiente sie nicht genug und ihre Diebstähle durften nicht auffallen, daher verzichtete sie auf Schmuck und dergleichen, was allerdings dazu führte, dass sie kaum Geld hatte. Also blieb ihr nur den Schal enger zu ziehen und Schokolade zu essen, um bei Kräften zu bleiben. Gut sie hätte auch etwas anderes essen können, aber sie liebte eben Schokolade. Das beste an diesem Planeten, mit großem Abstand.

Die Engländer sahen nicht im Geringsten gestört aus von den Temperaturen. Waren wohl dran gewöhnt, diese Engländer mit ihrem Regen und sie hatte ja nun selbst schon ein paar Winter auf diesem Planeten erlebt und sie hatte sich fast daran gewöhnt zwischen der funktionierenden Heizung in Kinos Wagen und ihrem eigenen Deckenberg hin und herzuwechseln und sich mit Schokolade vollzustopfen, damit sie überhaupt die Kraft hatte, sich aus dem Bett zu rollen.
Auch jetzt hatte sie einen Schokoriegel im Mundwinkel. Sie war nur in der Stadt, um ihren Vorrat an Nahrung aufzustocken, ohne dass ihre Kollegen im Zirkus etwas davon mitbekamen. Langsam wurde es doch auffällig, wie sie sich vollstopfte, ohne an Gewicht zuzulegen, also aß sie viel heimlich, wenn es so kalt war.

Deshalb war sie auch auf Streifzug. Schließlich brauchte man um heimlich einzukaufen, auch heimliches Geld, so sah das zumindest das Alien, das jetzt seit viereinhalb Jahren auf der Erde gestrandet war. Dhana Miller nannte man sie jetzt und sie mochte ihren neuen Namen, auch wenn sie sich eigentlich nicht viel aus Namen machte. Immerhin war er schön unauffällig.

Gut es war Winter und Dhana hatte bei kaltem Wetter Probleme, aber das hielt sie nicht davon ab, ein fröhliches Gesicht zu machen und die Menschen in ihrer Umgebung neugierig zu betrachten. Zumindest die, die sie nicht gerade um ihre Brieftaschen erleichterte. Immerhin um das Bargeld in diesen Taschen. Es war bewölkt, aber ab und zu drang ein kraftloser Sonnenstrahl durch die Decke und blendete die Menschen genug um sie abzulenken, was der Taschendiebin natürlich in die Hände spielte. Sie war schon drei Stunden unterwegs durch die kleine Stadt und ihre Taschen waren mit leeren Verpackungen gefüllt. Um sich rasch und geschickt zu bewegen brauchte sie eben Kohlenhydrate, die sie in Energie umwandeln konnte. Aber so langsam wurde selbst ihr langweilig.

Sie suchte nach einer windgeschützten Ecke, um ihren Fund durchzugehen und zu sehen, ob sie schon genug zusammen hatte für ihren Einkauf. Wobei Einkauf in ihrem Sinne, die Meisten würden 90 Prozent schokoladenhaltige Nahrung und ein paar Packungen Traubenzuckerbonbons wohl nicht als Einkauf bezeichnen. Um ungestört zu sein, suchte sie sich eine Mülltonne, von der aus sie sich auf eine Feuertreppe schwingen konnte. Sie fand eine in einer Gasse, deren herausstechendstes Merkmal ein Geldautomat war. Eine gute Wahl, bekräftigte sie sich selbst und machte es sich im ersten Stock auf der Feuertreppe bequem, um ihr 'Einkommen' zu zählen.

Noch nicht ganz, das würde sie kaum eine Woche reichen, wenn es so kalt blieb. Also noch mal los. Sie sah nach unten und schaute sich um, ob sie vielleicht schon von hier aus ein erstes Opfer sah. Aber die Hauptstraße war von hier aus kaum einzusehen. Eigentlich ein seltsamer Ort für einen Geldautomaten. Sie blickte hinüber zu dem Gerät und dort stand jemand, der sich verstohlen zu beiden Seiten umsah. Das verspricht interessant zu werden, dachte Dhana und beugte sich über das Geländer, um genauer zu sehen, was vor sich ging.

Wenn sie es richtig sah, war unten eine junge Frau oder ein Mädchen mit dunklen Haaren und bleicher Haut. Obwohl das im Winter in England gar nicht mal ungewöhnlich war. Immerhin war die Sonne, die manchmal schien, nicht gerade kräftig. Gerade hatte wieder ein Sonnenstrahl Lust sich durch die englische Wolkendecke zu graben. Ach die Sonne. Es würde noch Monate dauern, bis das Alien sich in ihrer Haut wieder einigermaßen wohl fühlte, aber immerhin gab man ihrer Hoffnung auf höhere Temperaturen ab und zu ein bisschen Futter.
Der Sonnenstrahl erleuchtete die Gasse und auch das Mädchen unten, dass sich an dem Geldautomaten zuschaffen machte. Was machte sie da? Und noch wichtiger: War das eine Lichtspiegelung oder hatte die junge Frau tatsächlich einen lilafarbenen Schimmer im Haar?

Das tatsächlich interessant, Dhana bekam gerade große Lust einen neuen Menschen kennen zu lernen. Egal was sie da an dem Automaten machte. Sie kletterte leise auf die unterste Stufe der Treppe, als der Automat plötzlich eine große Menge an Pfundscheinen ausspuckte. Sie hat gerade einen Geldautomaten geknackt, dachte Dhana und ihr Grinsen wurde wirklich breit. Jetzt musste sie die Kleine kennenlernen. Wie oft traf man schon einen anderen Dieb und bemerkte ihn an einem Ort an dem man ihn auch ansprechen konnte?

Sie sprang also von der Feuerleiter und grinste das Mädchen an, dass sich bei dem Geräusch umdrehte. Dhana winkte und begrüßte sie Fremde mit einem „Hi.“ Sicher nicht besonders originell, aber sie wollte ja auch nur jemanden kennenlernen, dazu musste sie nicht unbedingt gleich Eindruck schinden.
 
#2
Seit Maroodi aus einem, ihr unerfindlichen, Grund durch Raum, und viel schlimmer noch auch durch die Zeit, gefallen war, war einige Zeit vergangen, in der sie gezwungenermaßen angefangen hatte zu arbeiten und sich in die irdische Gesellschaft zu integrieren, so gut das für ihre Verhältnisse eben ging. Die Menschen waren ihrer Meinung nach viel zu laut und aufdringlich und viel zu sehr auf soziale Kontakte und Interaktionen aus. Für jemanden, der sich stets nur um sich und vielleicht noch um seine engsten Verwandten hatte sorgen müssen, war es geradezu abstoßend in eine so zwischenmenschlich geprägte Welt zu fallen. Immerhin war sie Zeit ihres Lebens - wenn das ihrer Rechnung nach auch erst 9 1/2 Jahre waren - nie in die Bedrängnis gekommen, soetwas wie Freundschaften schließen zu müssen oder auf jemand 'fremden' angewiesen zu sein. Selbst nach der Zeit, die sie nun schon auf der Erde verbracht hatte, wurde ihr London - wie die Menschen diese Stadt im verregneten England nannten - manchmal noch zu viel. Obwohl sie sich als Arbeitsplatz schon einen ruhigeren Ort gesucht hatte, genügte schon ihre Mitarbeiterin und soetwas wie beste Freundin häufig, um ihre zurückhaltende Natur zu überfordern und sie zu ihrem eigenen Seelenheil zur Flucht zu bewegen. Solche Flüchte konnten überall enden, diesmal war sie in Avebury gelandet. Ein Dorf, das allein dadurch interessant wurde, dass es zu großen Teilen von einem Steinkreis umgeben war, welcher sich ebenfalls Avebury nannte. Die Sandsteine dieses Kreises waren uralt, soweit sie hatte herausfinden können, mehr als 4 000 Jahre irdischer Zeitrechnung. Auch wenn das nicht der Grund war, weshalb sich die junge Frau diesen Ort ausgesucht hatte. Viel mehr gefiel ihr die Atmosphäre, welche dieses Dorf umgab, wobei sie nicht sagen könnte, wie genau es sich nun eigentlich anfühlte. Am ehesten zu beschreiben wäre die ganze Situation wohl noch mit soetwas wie 'friedlich'.

Friedlich, insofern das für Menschen eben möglich war. Maroodi oder Ivory Lacroix, wie sie sich hier nannte, musste über ihre eigenen Gedankengänge den Kopf schütteln. Nach all der Zeit vermisste sie ihre eigene Heimatwelt nur noch mehr als zu Beginn, das Heimweh schien tatsächlich mit jedem Tag schlimmer zu werden, den sie hier verbrachte. Immer mehr Dinge fielen ihr auf, die sie nicht kannte, nicht brauchte und die sie verwirrten. Nur einen bedeutenden Vorteil hatte diese Welt: Sie war unglaublich leicht manipulierbar. Nicht nur die Menschen, auch ihre Technik - welche von ihrem Standpunkt betrachtet doch eher rückständig war.

Genau diese veraltete Technik war auch der Anlass, der die Riyoon dazu brachte, sich aus den belebten Teilen des Dorfes zu lösen und einige Seitenstraßen abzusuchen. In der Hoffnung, einen dieser sagenhaften Geldautomaten zu finden. Bedauerlicher- aber auch sinnvollerweise waren diese meistens dort stationiert, wo sie leicht erreichbar waren und in der Nähe der Geschäfte, um das abgehobene Geld direkt wieder loszuwerden. Nur gelegentlich hatte man das Glück, einen dieser Automaten abseits der belebten Wege zu finden. Entweder, weil dort früher auch Geschäfte gewesen waren oder aus Ursachen, die wohl nur Menschen verstehen konnten.

Maroodi erschien es wie Stunden, die sie durch die unbekannte Ortschaft irrte, immer darauf bedacht, möglichst wenigen Einwohnern zu begegnen. Eines brauchte sie im Moment nicht und das war Gesellschaft. Aufmerksam wanderte ihr Blick über die umliegenden Hauswände, während sie gleichzeitig auf näher kommende Schritte horchte - ein Vorteil der feinen Sinne ihrer Rasse, die in einer so lauten Welt doch nicht selten störend erschienen. Sie wollte ihre Suche schon aufgeben, zumal ihr langsam wirklich kalt wurde. Ein weiterer Negativpunkt der Erde, das Wetter war einfach viel zu unbeständig und kalt, allein schon, dass es vier Jahreszeiten gab - drei davon, ihrer Meinung nach, viel zu kalt - erschien ihr bedenklich. An sich mochte sie Schnee und den gab es eben nur im Winter, aber die damit einhergehende Kälte war ein deutlicher Störfaktor, besonders wenn man - wie aktuell - in viel zu dünner Kleidung herumlief und daher zitterte wie Espenlaub. So zumindest beschrieben die Menschen den Zustand, in dem auch sie sich gerade befand, bildlich. Zu allem Übel lag genau hier, wo sie sich befand, ohnehin kein Schnee. Sie rieb die Hände aneinander, um zumindest etwas Wärme zu erzeugen, als ihr endlich - endlich - einer der gesuchten Geldautomaten am anderen Ende der Straße auffiel. Sofort beschleunigte sich ihr Schritt, bis sie vor dem Gerät stehen blieb.

Vorsichtig drehte sie den Kopf erst nach links, dann nach rechts und versuchte jemanden auszumachen, doch es erschien alles wie ausgestorben. Die heimliche Beobachterin auf der Feuertreppe entging ihr. Viel zu konzentriert war sie schon auf den Geldautomaten. Kurz strich sie mit den Fingern beliebte Kameraverstecke ab, aber da war keine. Wahrscheinlich war der Automat so abgelegen und selten benutzt, dass man es einfach nicht für notwendig erachtet hatte - außerdem, welcher normale Mensch konnte schon Geldautomaten knacken? So viele davon gab es nicht. Die Telekinetikerin tastete mit Hilfe ihrer Parafähigkeit geistig das Innere des Automaten ab. Nach ein paar Versuchen hatte sie schon kurz nach ihrer Ankunft verstanden, wie die Technik darin funktionierte. Selbst ihr eher geringes Talent reichte aus, um diese Sperren zu umgehen. Mit den Fingerspitzen strich sie erneut über das Gerät, diesmal, um den Faden nicht zu verlieren. Die Augen hatte sie konzentriert zusammengekniffen, um sich auch ja von nichts ablenken zu lassen, wie das leider allzu oft der Fall war.

Das Problem an dieser Art der Geldbeschaffung waren nicht die zahlreichen Gesetzte die sie dadurch brach, immerhin war sie kein Mensch, nicht einmal aus dieser Zeit, genau genommen war sie also auch nicht an diese irdischen Regelungen gebunden, auch wenn das manche vielleicht anders sehen würden. Die Problematik an dem Ganzen war, dass dieser vergleichsweise starke Einsatz ihrer Parafähigkeit, die Wirkung ihres kleinen Wahrnehmungsfilters überschrieb, wodurch ihre Haare einen deutlicheren, metallisch-lilanen Schimmer bekamen, als gewöhnlich und hätte Maroodi in diesem Moment die Augen geöffnet, wären sie ebenfalls lila gewesen - nichts, was Menschen bemerken sollten, wollte sie nicht irgendwo als Forschungsobjekt oder in einem Zoo landen.

"Ha!", entfuhr es ihr leise, als sie die Verriegelung des Geldautomaten erwischte und - mit kleinen Bewegungen der Finger, um ihre Kraft besser zu katalysieren - löste. Fast augenblicklich spuckte das Gerät eine ganze Menge an Papierscheinen aus. Pfund nannten die Menschen diese Währung von bedrucktem Papier. Wobei das Papier an sich gar nicht den Wert hatte, der darauf stand und dann gab es noch ganz unterschiedliche Scheine. Das alles machte es dem jungen Alien schwierig einzuschätzen, wie viel Geld sie da nun eigentlich hatte. Auch beim einkaufen orientierte sie sich einfach immer an den Zahlen, ohne wirklich zu wissen, was das bedeutete. Das alles wäre noch viel schwieriger, könnte sie die Schrift der Menschen nicht lesen - gnädigerweise hatte ihr Sturz durch Zeit und Raum dieses Problem beseitigt.

Ein Geräusch, so plötzlich und so laut, dass es ihr in den Ohren klingelte, ließ Maroodi herumfahren. Vor Schreck hätte sie fast die Geldscheine, welche sie soeben noch mehr oder weniger gut zusammengehabt hatte, fallen gelassen. Das Herz im rechten Teil ihres Brustkorbs schlug durch den spürbaren Adrenalinschub schneller, als ihre - nach wie vor unnatürlich lilanen - Augen eine fremde Person erfassten. Diese grinste, winkte ihr zu und begrüßte sie mit der einfallslosesten und meistgebrauchten Phrase der jüngeren Menschengeneration: Hi.

Nach wie vor klingelten ihr die Ohren, hinzu kamen Verwirrung und Unsicherheit. Wie genau war diese Person plötzlich dort aufgetaucht? Wieso hatte dieser jemand augenscheinlich nicht das dringende Bedürfnis die Polizei zu alamieren? Jedenfalls war sie bisher nicht weggerannt und hatte laut geschrien oder ähnliches. Und allzu große Panik schien sie auch nicht zu haben, als ihr stechend lila Augen entgegenblickten. Höchstens so etwas wie Überraschung nahm die Dunkelhaarige war. Mehrmals blinzelte die junge Frau irritiert und unsicher, wie sie reagieren sollte. Sie entschied sich dann dazu, einen ihrer Absätze nervös auf dem Boden zu drehen und die Hände hinter den Rücken zu nehmen, bevor sie die Stimme erhob, obwohl erheben .. es war mehr ein vorsichtiges Flüstern. "Hi?" Das klang mehr nach einer Frage, als nach einer Begrüßung. "Ehm ... wie lange bist du schon da?" Zugegebenermaßen eine missverständliche Formulierung, was aber vor allem daran lag, dass in dieser Sprache - trotz Crashkurs des Universums - alles ziemlich gleich klang und viele Worte zu viele Verwendungen hatten. Die Höflichkeitsform 'sie' ging dabei auch verloren, etwas, das schon einige Menschen vor den Kopf gestoßen hatte. Beiläufig tickte sie mit einem Finger gegen ihren Wahrnehmungsfilter, worauf sich ihre Iriden zuverlässig wieder dunkelbraun färbten. "Oder anders .. wer bist du überhaupt?" Gab es da nicht irgendeine Floskel, wenn man jemanden nach seinem Namen fragte? Stellte man sich nicht selber vor? "Eh, ich bin Ivory", hängte sie also vorsichtshalber an. Schaden konnte es ja nun nicht, auch wenn es eventuell Verwirrung stiften würde, dass sie sich einfach so vorstellte, wo sie gerade noch einen Geldautomaten ausgeraubt hatte.
 
#3
Sie schien die andere Frau regelrecht erschreckt zu haben, aber wer wollte es ihr verdenken. Sie hatte wohl kaum mit Gesellschaft gerechnet. Noch dazu hatte die Arme vielleicht Angst an einen Ordnungshüter geraten zu sein. Wobei Ordnungshüter ja gewöhnlich nicht auf Feuerleitern herumkletterten.
Der Schreck wich nach und nach unsicherer Verwirrung und, sofern möglich, wurde Dhanas Grinsen als Reaktion darauf noch breiter. Die junge Frau schien eher damit zu rechnen, dass Dhana auf ihre außergewöhnliche Erscheinung ängstlich reagieren würde oder zumindest den Diebstahl anzeigen, aber wo würden sie denn da hinkommen? Korel hatte ihr schließlich ein wenig Gangster-Ehre beigebracht.

Mit einem Grinsen musterte sie ihr Gegenüber unauffällig. Jung, sogar jünger als die Artistin selbst aussah und das sonstige Aussehen war ebenfalls mehr als außergewöhnlich. Jetzt, als sie näher war, konnte sie deutlich den metallischen Glanz in lila Farbe erkennen, der in ihren Haaren lag und auch die Augen mit denen sie sie anblinzelte und ungläubig starrte, waren lila.
Sehr interessant. War es tatsächlich möglich, dass sie hier ein anderes Alien vor sich hatte?
Natürlich gab es farbige Kontaktlinsen und die verrücktesten Färbemittel für Haare, aber der Ausdruck in ihrem Gesicht, sagte dem Alien, dass die andere erwartete, dass man diese Erscheinung fürchtete.
Dhana war höchstens überrascht und wenn sie tatsächlich endlich mal eine andere außerirdische Lebensform getroffen hatte auf diesem abgeschnittenen Planeten, dann würde das wohl einer der interessantesten Tage in ihrem erzwungenen Exil sein. Zumindest der interessanteste Tag bis jetzt, man sollte schließlich nie für die Zukunft sprechen.

Jetzt jedenfalls schien die junge Frau etwas erwidern zu wollen. Oder sagte man in dieser Altersstufe noch Teenager? Die menschliche Lebensspanne war ihr noch immer nicht ganz geläufig. Andererseits, wenn diese Fremde tatsächlich ein Alien war, dann waren solche Gedanken ohnehin hinfällig, alle Spezies hatten unterschiedliche Alterungsprozesse und man konnte am Aussehen keine allgemeinen Rückschlüsse auf das Alter machen, wenn man sich mit dieser Spezies nicht auskannte. Sie flüsterte ihr jedenfalls ein unsicheres Hi zu, dass mehr wie eine Frage klang als wie eine Begrüßung. Dhana grinste einfach mal bestätigend.

Die nächste Bemerkung entlockte Dhana ein kleines Lachen, da die Sprecherin wohl mit der Formulierung selbst nicht ganz zufrieden war. „Da?“, fragte das Alien grinsend nach, „Tja, also hier an diesem Fleck so ziemlich seit dem Moment, in dem du dich umgedreht hast... In dieser Gasse war ich schon, bevor du sie betreten hattest. Ich war nur eben da oben.“ Mit dem Finger zeigte sie grinsend hinauf zu der Feuertreppe, die unschuldig rostend an der Hauswand montiert war.

Dhana bemerkte wegen des jahrelangen Trainings ihrer peripheren Wahrnehmung, dass das Mädchen gegen etwas tickte, sonst wäre es ihr wohl vorgekommen, als würden ihre Augen und Haare auf magische Art und Weise die Farbe ändern. In ein konventionelleres Braun. Schicke Technik und der letzte Tropfen, der sie davon überzeugte, dass sie es hier tatsächlich nicht mit einem Menschen zu tun hatte. Solche Technik gab es auf der Erde nicht. Zumindest nicht soweit es Dhana in den schon beinahe fünf Jahren erlebt hatte, die sie nun schon hier gestrandet war.

Wer sie war? Tja, eine gute Frage eigentlich, was wollte sie jetzt hören? Dhana hätte auf Anhieb einen ganzen Haufen Antworten darauf gehabt. Hochseiltänzerin, Zirkusartistin, Taschendiebin, Vagabund, Schiffbrüchige, Dhana Miller, Optimist, Verdrängungskünstler, Alien, Optimistin, Energiebündel, Schokoladensüchtige, um nur einige zu nennen.
Dann stellte ihr Gegenüber sich mit ihrem Vornamen vor. Ivory, Elfenbein, interessant sich so zu nennen. Denn was anderes konnte es sein als ein selbstgewählter Name, so wie bei ihr?

„Dhana“, stellte sie sich vor und schenkte dem Mädchen eine ihrer leicht spöttischen Verbeugungen. „Und, wie bist du hier gestrandet? Und vielleicht noch wichtiger, wie hast du den Geldautomaten geknackt? Ich meine, ich bevorzuge den persönlichen Streifzug, aber die Effizienz lässt sich nicht verachten“, fragte sie unverblümt. Sie liebte es nun mal Menschen oder eher gesagt Wesen zu verwirren.
Noch dazu interessierte sie das Wirklich. Sie hatte offensichtlich einige technische Geräte oder zumindest technisches Wissen, das ihr eigenes sowie das der meisten Menschen bei Weitem überstieg. Dhana wollte zu gern wissen, woher die Fremde kam. Humanoid mit lilafarbenen Augen und Haaren und weißer Haut. Unglücklicherweise hatte Dhana keinen Schimmer, welcher Spezies sie angehören konnte.
Und vielleicht hielt sie sie auch für Verrückt, denn Dhana war weit weniger auffällig Alien als diese junge Dame. Ihre Wärmezellen wurden von der langen Kleidung und dem Schal verdeckt und ansonsten sah sie ja recht menschlich aus. Und auch ihre Sprache deutete nach den fünf Jahren nicht mehr auf ihre fremde Herkunft hin, immerhin war sie schon immer recht begabt gewesen, was fremde Sprachen anging.
 
#4
Ivorys Unsicherheit belustigte ihre neue - unfreiwillige - Bekanntschaft offenbar, was sie nur noch mehr verwirrte. Konnte sie doch beim besten Willen nicht nachvollziehen, was genau so lustig daran sein wollte, dass sie sich berechtigterweise erschrocken hatte und nicht damit gerechnet hatte, man würde sie nicht - wie hieß das noch gleich? ach ja - anzeigen. Und dann war da ja noch die Sache mit ihrem, mittlerweile wieder aktivierten, Wahrnehmunsfilter. Alles in Allem kam sie auch nach vergleichsweise langer Bedenkzeit zu keinem Schluss, der das Verhalten der fremden Person erklären würde. Zumindest hatte sie die Menschen bisher nicht als eine Rasse kennengelernt, die besonders tolerant oder gnädig war, auch wenn sie gerne versuchten, diesen Anschein zu erwecken. Dabei konnte niemand von ihnen behaupten, immer nur nett und offen gewesen zu sein, jeder von ihnen hatte Vorurteile, ganz egal welcher Natur diese waren.

Innerlich schüttelte das Alien nur den Kopf über die Menschen. So viele andere Rassen hatten versucht diesen Planeten einzunehmen oder würden es noch tun, angeblich beschützten einige diese kindlichen Humanoiden sogar und warum? Sicherlich nicht, weil die Menschen so hilfreich waren, so gut mit ihren Rohstoffen umgingen oder so gute Kekse herstellten, obwohl, das vielleicht schon. Ihre Schokolade jedenfalls war vortrefflich, aber das war auch schon das einzige auf der Liste und dabei handelte es sich nicht einmal um einen effektiv bedeutsamen Punkt. Trotzdem mochte auch sie den kleinen blauen Planeten, in einem kleinen Sonnensystem, am Rande der Milchstraßengalaxie ganz gerne - trotz oder wegen all ihrer vergangenen und zukünftigen Fehler. Was sie wieder zurück zum eigentlichen Thema brachte: Einer der vielen Fehler dieses Planeten war Intoleranz und dennoch, aller Widrigkeiten entgegen, stand diese Frau immer noch vor ihr, dabei musste schon einige Sekunden Schweigen geherrscht haben.

Nun war es an der - aktuell - Lilaäugigen, ihre Gegenüber eingehend zu mustern. Sie sah menschlich aus, durch und durch menschlich. Bloß ein, zwei Details fielen der aufmerksamen Betrachterin auf. Zum einen, schienen die Augenbrauen der Fremden stärker ausgeprägt, als die anderer Menschen, wobei das kein Kriterium für Nicht-Menschlichkeit war. Auch die Homo Sapiens neigten schließlich zu diversen Abweichungen ihrer geschätzten 'Norm'. Davon abgesehen, bemerkte sie durchaus den wenn überhaupt überraschten und definitiv neugierigen Blick der Frau, deren gesamtes Verhalten und deren Ausstrahlung nicht für einen Menschen oder zumindest nicht für einen Gewöhnlichen sprachen. Allerdings hielt Ivory es auch für mehr als unwahrscheinlich, ausgerechnet hier, eine außerirdische Lebensform anzutreffen. Natürlich verirrten sich gelegentlich Alien hierher, Gerüchten zu Folge, aber gerade in diese abgelegene Gasse, in diesem kleinen Örtchen, eines nicht einmal besonders großen Landes? Für solch eine Situation müssten schon viele Zufälle im Universum aufeinandertreffen. Nachdenklich wollte sie einen Daumen an ihre Unterlippe heben, bemerkte dabei aber wieder das Geld in ihren Händen, weshalb sie es lieber bleiben ließ allzu ruckartige Bewegungen zu machen, denn noch hatte sie keinen der wertvollen Papierschnipsel verloren - es wäre besser, wenn es so bliebe.

Während dieser ganzen Zeit, die eigentlich gar nicht so lang war, hatte Schweigen geherrscht, besonders im Kopf der asiatisch anmutenden Dame, denn diese hatte nicht zugehört, weshalb sie für eine Sekunde irritiert war, sobald sie bemerkte, dass ihre neue Bekanntschaft grinsend nach oben deutete. Auf eine Feuertreppe. In Sekundenbruchteilen hatte ihr Hirn die - vermutlich - vorangegangene Erklärung rekonstruiert, was ihr die Möglichkeit gab mit einem wenig überzeugenden "Oh ... Achso" zu antworten. Den Wahrnehmungsfilter hatte sie aktiviert, während sie noch weiter sprach: "Was macht man denn in so einer Gasse auf so einer .. ähm .. Treppe?" Mit einer ernsthaft fragend hochgezogenen Augenbraue deutete nun auch sie auf die Feuertreppe, die ihre besten Tage offenkundig schon hinter sich hatte.

Nach einer kurzen Zeit, die wahrscheinlich nicht aufgefallen wäre, hätte Ivory nicht darauf geachtet, stellte sich die - jetzt nicht mehr ganz so - Fremde als 'Dhana' vor, was sie direkt ein bisschen sympathischer machte. Wenn sie auch die Verbeugung von Dhana nicht wirklich einordnen konnte, seit sie hier war hatte das niemand getan und den Spott hinter der Geste nahm die Dunkelhaarige auch nicht wahr, sodass sich nur noch ein paar Fragezeichen mehr in ihrem Kopf sammelten. Ob sie sie einfach nachahmen sollte? Schaden konnte es nicht, oder? Sie nahm die Hände nach vorne und deutete eine kleine Verbeugung an. "G-Gestrandet?", sie hatte noch nicht wieder aufgesehen, weshalb nicht erkennbar sein sollte, wie sie nervös auf ihrer Unterlippe kaute. "Geldautomat ... geknackt?" Die Riyoon richtete sich wieder auf und deutete ausschweifend auf besagten Geldautomaten, während sie offenkundig noch überlegte, was sie antworten sollte. "Ich weiß nicht wovon du sprichst?" Sie war noch nie eine gute Lügnerin, aber mit dieser fragenden Behauptung schoss sie den Vogel ab. Diese Tatsache war auch in der Reaktion ihrer Gegenüber schwer zu übersehen. Noch einmal beäugte sie Dhana eingehend, sie sah menschlich aus und dennoch verhielt sie sich so unvorhersehbar und verwirrend, dass sie nicht wirklich wusste, was sie damit anfangen sollte. Das einfachste und in dieser Situation Beste wäre wohl Ehrlichkeit.

Maroodi wog sich in naiver Sicherheit, frei nach dem Motto: Wenn bisher nichts passiert ist, wird wohl auch nichts allzu schlimmes mehr passieren. Mit dieser Einstellung konnte sie ihrer neuen Bekanntschaft ja reinen Wein einschenken. Erneut deutete sie auf den Geldautomaten. "Also, um ehrlich zu sein, war das Glück", gab sie mit dem Daumen, der eben noch deutenden Hand, an den Lippen zu. "Ich hatte nicht erwartet, dass es einfach so funktioniert." Tatsächlich wurde das Alien ein bisschen rot bei diesem Geständnis. "Aber grundlegend mit .. ehm ..", wie würden es die Menschen noch gleich nennen? "Magie?"

Inzwischen hatte sie es geschafft das 'geliehene' Geld so zusammenzufalten, dass sie es in die Innentasche ihrer Jacke schieben konnte. "Und du? Was machst du ... hier?" Das war wieder missverständlich, eilig ergänzte sie also ihren Satz: "Also nicht hier hier sondern hier", sie deutete mit beiden Händen ihre gesamte Umgebung an, "Kein Mensch verhält sich so wie du, also, kannst du keiner sein." Sie sprach, ohne einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, dass das unter Umständen nicht besonders clever war, sollte sie hier doch an einen - zugegeben etwas eigenartigen - Menschen geraten sein.
 
#5
„Was macht man denn in so einer Gasse auf so einer... ähm … Treppe?“, fragte Dhanas Gegenüber. Das Alien zuckte grinsend die Schultern. „Nachdenken, Einnahmen zählen, Essen... Eigentlich alles, was man auch auf dem Boden machen kann“, erklärte sie fröhlich, „Aber es macht Spaß währenddessen andere Leute zu beobachten.“
Die junge Frau, die das Opfer dieser Beobachtung geworden war, brauchte einen Augenblick, um Dhanas Verbeugung einzuordnen, so schien es, aber statt die herrlich verwirrte Miene weiter zu tragen, ahmte sie Dhanas Bewegung nach. Wenn überhaupt möglich wurde Dhanas Grinsen noch breiter. Nicht schlecht Kleine, da hat sie mir doch glatt ganz unbeabsichtigt Kontra gegeben, dachte sie amüsiert.

Dhana hörte vergnügt zu, wie Ivory ins Stottern geriet. Statt einer Antwort, druckste sie ein wenig herum. Dhana wartete grinsend, sie war schließlich neugierig, was das andere Alien ihr als Erklärung vorsetzen würde. „Ich weiß nicht wovon du sprichst?“, fragte das Mädchen, und entlockte Dhana mit der (mehr als durchschaubaren) Lüge ein spöttisches Lachen. Sie meinte es nicht böse, aber es war einfach zu komisch, wie Ivory log und sich beinahe gleichzeitig bewusst wurde, dass diese Lüge absolut nicht glaubhaft war. „Entschuldige, aber an deinen Schauspielkünsten musst du noch feilen“, meinte Dhana glucksend.

Offenbar schien Ivory zu dem Schluss zu kommen, dass sie wohl ehrlich sein sollte, obwohl die Diebin kaum glauben konnte, dass ein solcher Raubzug tatsächlich Glück war. Sie war recht gut darin in anderen Personen zu lesen, aber neue Wesen einzuordnen, war natürlich schwierig. Sicher konnte die Fremde sie anlügen, zumindest theoretisch, immerhin schien sie ja keine sonderlich gute Lügnerin zu sein. Oder es war komplizierter und sie versuchte einen Doppelbluff und gab sich als schlechte Lügnerin aus, um mich glauben zu machen, dass der Rest des Gesagten der Wahrheit entsprach?
Aber warum sollte sie? Sie hatte schließlich keinen Grund Dhana anzulügen. Die meisten Menschen in ihrem Dunstkreis wurden von der Attitüde des diebischen Aliens ziemlich überrascht und erzählten ihr deshalb alles, was sie wissen wollte. Und obwohl diese neue Bekanntschaft kein Mensch war, war es durchaus zu vermuten, dass es sich auch bei Ivory so verhielt.

„Magie?“, fragte Dhana ungläubig. Soweit sie wusste, gab es so etwas nicht. Sicher, sie kannte die kaum erklärbaren Fähigkeiten einiger Spezies, die an das erinnerten, dass man hier Magie nannte, aber letztlich gab es für alles auch immer eine wissenschaftliche oder technische Erklärung, selbst wenn Dhana nicht in der Lage war, diese Erklärung zu verstehen.
Insofern war es vielleicht wie Magie. Warum also nicht? Wieso sollte sie sich eine Erklärung anhören, die sie ohnehin nicht verstand? „Klingt interessant“, ergänzte sie, „Ich muss gestehen, ich bin neidisch. Wenn ich aus einer Spezies entstammen würde, die Magie wirken kann, dann würde mir einiges an Arbeit erspart bleiben.“ Sie grinste fröhlich. Sie war eigentlich ganz zufrieden, nicht auf seltsame Fähigkeiten zurückgreifen zu können, lieber beobachtete sie solche Fähigkeiten aus nächster Nähe.

Ivory faltete die Scheine zusammen und steckte sie ein. Dhana überlegte, ob sie sich später etwas davon nehmen sollte. Wenn das andere Alien tatsächlich in der Lage war, so etwas immer zu tun, selbst wenn etwas Glück dabei war, brauchte sie sicher nicht alles oder? Außerdem wäre es spannend zu sehen, ob sie sie dabei erwischte. Dhana wusste nicht, wie gut die Auffassungsgabe und Sinnesschärfe ihrer Spezies war. Die Innentasche war immer ein interessantes Ziel.

Sie schmunzelte über die unpräzise Frage, was erwartete sie jetzt für eine Antwort? Hier in dieser Gasse, in dieser Stadt, auf diesem Planeten? Mit den Armen deutete ihr Gegenüber einen weiten Raum an, also am ehesten auf diesem Planeten.
„Kein Mensch verhält sich so wie du, also, kannst du keiner sein.“ Dhana lachte über den fast schon ungefiltert ausgesprochenen Gedanken. Sie hatte durchaus recht, aber Individuen gab es überall, auf ihrem Ursprungsplaneten hätte man sie vermutlich auch für einen Artfremden halten können.
„Scharf beobachtet, ich bin ein komisches, albernes Wesen“, bemerkte sie amüsiert, „Wie bereits angedeutet: Ich bin gestrandet. Abgestürzt, wenn du so willst.“ Wieso sollte sie lügen? Als Alien würde sie sie wohl kaum verraten.
Rasch verdrängte sie den hochkeimenden Gedanken an das Unglück und konzentrierte sich auf die neue Bekannte. „Und wie sieht es bei dir aus?“, fragte sie neugierig.
 
  


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